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Strafverfahren als Mammutaufgabe – erfolgreiche Verteidigung in einem außergewöhnlich umfangreichen Prozess vor dem Landgericht Regensburg

Großverfahren mit einer Vielzahl von Angeklagten, komplexer Beweisaufnahme und gravierenden Tatvorwürfen stellen für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung dar – für das Gericht ebenso wie für Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Umso mehr gilt dies, wenn der Vorwurf versuchten Mordes im Raum steht und langjährige Freiheitsstrafen drohen.

In einem Strafverfahren, das große Aufmerksamkeit erregte, war ich gemeinsam mit Kollegin Rechtsanwältin Liliya Velcheva Verteidiger eines der Angeklagten. Das Verfahren zählt zu den aufwendigsten, die das Landgericht Regensburg (KLs 402 Js 34373/23 jug) in den vergangenen Jahren geführt hat. Konkret ging es um die "Bluttat von Hemau" (MZ vom 30.9.2025). Am 30. Januar wurde das Urteil verkündet.

49 Hauptverhandlungstage – ein außergewöhnlicher Umfang

Mit 49 Hauptverhandlungstagen, verteilt über fast ein Jahr, bewegte sich das Verfahren weit außerhalb des Üblichen. Zahlreiche Angeklagte, umfangreiche Zeugenaussagen, Gutachten sowie die detaillierte Rekonstruktion eines komplexen Tatgeschehens verlangten eine hochkonzentrierte und strategisch sorgfältige Verteidigungsarbeit über einen langen Zeitraum hinweg. Solche Verfahren erfordern nicht nur strafrechtliche Expertise, sondern auch Ausdauer, Detailgenauigkeit und die Fähigkeit, widersprüchliche Beweislagen kritisch zu hinterfragen.

 

Erfolgreiche Verteidigung: Kein Mordversuch, deutlich geringere Strafe

Kern des Verfahrens war der schwerwiegende Vorwurf des gemeinschaftlich begangenen versuchten Mordes. Dieser Vorwurf konnte im Laufe der Hauptverhandlung jedoch nicht aufrechterhalten werden. Das Gericht folgte insoweit nicht der Anklage, sondern kam zu einer rechtlich deutlich anderen Bewertung des Tatgeschehens.

Für meinen Mandanten bedeutete dies einen entscheidenden Erfolg der Verteidigung: Die verhängte Freiheitsstrafe von fünf Jahren blieb klar unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von sieben Jahren. Angesichts des ursprünglichen Mordvorwurfs und der erheblichen Strafandrohung stellt dies ein wesentlich günstigeres Ergebnis dar.

Gerade in Verfahren dieser Größenordnung zeigt sich, wie wichtig eine konsequente, sachliche und fundierte Strafverteidigung ist – insbesondere dann, wenn schwerste Vorwürfe im Raum stehen, die einer kritischen rechtlichen Überprüfung bedürfen.

 

Strafverteidigung trotz Schwerpunkt im Sozialrecht

Auch wenn mein beruflicher Schwerpunkt seit vielen Jahren im Sozialrecht liegt, bin ich seit 2011 zugleich Fachanwalt für Strafrecht und seit langem in der Strafverteidigung tätig. Diese Tätigkeit übe ich weiterhin aus – insbesondere dann, wenn es um komplexe, umfangreiche oder rechtlich anspruchsvolle Strafverfahren geht oder um Strafverfahren mit sozialrechtlichem Bezug, wie Sozialleistungsbetrug oder Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt.

 

Mathias Klose - Rechtsanwalt, Fachanwalt für Sozialrecht und Fachanwalt für Strafrecht

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